Das Model(l)
Das Model(l)
make up - not love
stiller Wehfluss streunendes Begehren
und die soldatischen Frauen knallen ihre Absätze noch in meinem lindesten Traum...
shooting Schadow-Arkaden: Sie ist ein Model und sie sieht gut aus -
ja, dachte ich, selber mit jedem Slogan dessen simple Verdopplung:
das reicht schon für eine Wahrheit in unserer kleinen Stadt
Transformation des vergänglichen Körpers ins ewige Bild
eine dieser selbstkruzifizierten Schönen wie in Frischhaltefolie stand sie gewickelt
nippend am gefilterten Leistungs-Wasser von Assistentinnen geführt
nichts wollte ich von ihr wissen
fast wollte ich lieber wegsehen so bedürftig sah sie aus -
und das mitten in dem überladenen Wahnsinn eines verfrüht weihnachtlichen Einkaufszentrums
doch schien da etwas verdreht an ihr
an den anagrammatischen Mindergesten einer unverständlichen Gestalt etwas intim wie Schmerz -
und wie widersinnig: die Bildermacher ob der vielen Zuschauer nervös
blieb die Szene entleiblicht virtuell wie bei Enthäuteten die nicht bluten
am Puderauftrag sollte es noch fehlen am dünnen Schweißfilm auf der Wunde
nur an der Stelle zu schließen an der man sich auch geschnitten hat
weil die wirklichen Organe des menschlichen Körpers noch gar nicht zusammengesetzt sind (Antonin Artaud)
dabei ihre Nacktheit nass und halsend ein Kind ohne Arme von denen es sich angenommen fühlt
fötale Urerinnerung Urin für immer ungeklärte Süchte ein Narbenherd ältester Verletzungen Trauma Geburt
und es flogen die ersten Kugeln Gongs von höherer Warte ein Singen
die Durchsagen weithin hallend an dem toten Christbaum nahm jeder sein Kreuz
luxuriös die pelzbeladene Zunge Locke überm Schussloch in keiner Schläfe
gezüchtigt der wunde wie der schöne Körper bleibt er der Ort der Einschreibung selbst
nichts will ich wissen dachte ich von einem Gott der selber sterblich ist
bisweilen kurz die Zeit wie eine Uhr
das Herz steht still trotz allem Weiterhasten
sie sah gut aus und ich sah weg
für immer bleibt noch etwas zu besorgen
make up - not love
stiller Wehfluss streunendes Begehren
und die soldatischen Frauen knallen ihre Absätze noch in meinem lindesten Traum...
shooting Schadow-Arkaden: Sie ist ein Model und sie sieht gut aus -
ja, dachte ich, selber mit jedem Slogan dessen simple Verdopplung:
das reicht schon für eine Wahrheit in unserer kleinen Stadt
Transformation des vergänglichen Körpers ins ewige Bild
eine dieser selbstkruzifizierten Schönen wie in Frischhaltefolie stand sie gewickelt
nippend am gefilterten Leistungs-Wasser von Assistentinnen geführt
nichts wollte ich von ihr wissen
fast wollte ich lieber wegsehen so bedürftig sah sie aus -
und das mitten in dem überladenen Wahnsinn eines verfrüht weihnachtlichen Einkaufszentrums
doch schien da etwas verdreht an ihr
an den anagrammatischen Mindergesten einer unverständlichen Gestalt etwas intim wie Schmerz -
und wie widersinnig: die Bildermacher ob der vielen Zuschauer nervös
blieb die Szene entleiblicht virtuell wie bei Enthäuteten die nicht bluten
am Puderauftrag sollte es noch fehlen am dünnen Schweißfilm auf der Wunde
nur an der Stelle zu schließen an der man sich auch geschnitten hat
weil die wirklichen Organe des menschlichen Körpers noch gar nicht zusammengesetzt sind (Antonin Artaud)
dabei ihre Nacktheit nass und halsend ein Kind ohne Arme von denen es sich angenommen fühlt
fötale Urerinnerung Urin für immer ungeklärte Süchte ein Narbenherd ältester Verletzungen Trauma Geburt
und es flogen die ersten Kugeln Gongs von höherer Warte ein Singen
die Durchsagen weithin hallend an dem toten Christbaum nahm jeder sein Kreuz
luxuriös die pelzbeladene Zunge Locke überm Schussloch in keiner Schläfe
gezüchtigt der wunde wie der schöne Körper bleibt er der Ort der Einschreibung selbst
nichts will ich wissen dachte ich von einem Gott der selber sterblich ist
bisweilen kurz die Zeit wie eine Uhr
das Herz steht still trotz allem Weiterhasten
sie sah gut aus und ich sah weg
für immer bleibt noch etwas zu besorgen
en-passant - 20. Nov, 11:42


